Möglichkeiten der Regelung der Heizungsanlage

Die Regelung einer Heizungsanlage spielte lange Zeit nur eine nebensächliche Rolle. Erstrebenswert war häufig nur eine gewünschte Raumtemperatur stetig zur Verfügung zu haben. Moderne Heizungsanalgen sollen aber nicht nur den Wohnkomfort fördern, sondern gleichzeitig auch die Umwelt schonen und Energiekosten einsparen.

Eine moderne Regelung der Heizungsanlage zeichnet sich aus durch:

  • die Anpassung der Heizwasser-Vorlauftemperatur an die Außentemperatur
  • eine zeitliche Anpassung an den Wärmebedarf wie z.B. die Nachtabsenkung
  • verschiedene Anpassungsmöglichkeiten im Tagesbetrieb wie z.B. der manuelle Eingriff oder eine Programmwahl.

Hier stellen wir Ihnen einige Möglichkeiten der Regelung einer Heizungsanlage vor.

Nachtabsenkung

Für den abgesenkten Heizbetrieb während der Nachtstunden oder bei längerer Abwesenheit stehen verschiedene Betriebsarten der Heizung zur Verfügung.

Im „reduzierten Betrieb“ läuft die Umwälzpumpe weiter, um die eingestellte niedrige Raumtemperatur zu erreichen. Im sogenannten „Abschaltbetrieb“ sind Heizungsanlage und Umwälzpumpe automatisch abgeschaltet. Sollte die Außentemperatur unter den Gefrierpunkt sinken, schaltet sich die Umwälzpumpe automatisch über die Funktion „Frostschutz“ wieder ein. Ähnlich funktioniert der „Außenhaltbetrieb“. Hier werden die Heizungsanlage und die Umwälzpumpe automatisch eingeschaltet, wenn die gemessene Außentemperatur unter den eingestellten Wert sinkt. Beim Raumhaltbetrieb schalten sich die Heizungsanlage und die Umwälzpumpe automatisch ein, wenn die gemessene Raumtemperatur unter den eingestellten Wert sinkt.

Regelgeräte

Regelgeräte (wie beispielsweise die von Buderus) stehen für ein Höchstmaß an Bedienkomfort und machen das Einstellen der Heizungsanlage so einfach wie nie zuvor. Für extreme Benutzerfreundlichkeit steht beispielsweise die Bedieneinheit Logamatic RC35 von Buderus. Durch einfaches Drücken und Drehen lassen sich alle Funktionen der Heizungsanlage bequem abrufen und einstellen. Sämtliche Informationen über Anlage, Kessel und Brenner sind über das Display schnell und einfach ablesbar.

Regelsysteme

Ein Regelsystem bezeichnet die regeltechnische Ausstattung eines Heizkessels, die im Wesentlichen zwei wichtige Funktionen erfüllt: die Überwachung und Steuerung der kesseltechnischen Vorgänge und die Zuständigkeit für die betriebstechnischen Vorgänge.

Die Steuerung der kesseltechnischen Vorgänge umfasst beispielsweise die Steuerung des Brenners oder das Abschalten der Feuerung bei unzulässigen Betriebszuständen und dient damit der Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Betriebs des Heizkessels. Die für die betriebstechnischen Vorgänge zuständige Funktionseinheit sorgt mit einem automatischen und programmgesteuerten Betrieb für die bedarfsgerechte Wärmebereitstellung.

Die Wahl des Regelsystems hat direkte Auswirkungen auf die Benutzerfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit der Heizanalge, so dass diese Entscheidung die Güte des gesamten Heizsystems entscheidend mitbestimmt.

Thermostatventile

Thermostatventile vor den Heizkörpern regeln die Feinabstimmung der Temperatur in einzelnen Räumen. Ein Thermostatventil ist ein mechanischer Temperaturregler, der einer Steuerung des Vorlaufs an Heizkörpern zur Raumheizung dient. Dabei bewirkt eine kontinuierliche Regelung des Heizwasserdurchflusses eine konstante Raumlufttemperatur. Durch Drehen des Einstellknopfes wird eine gewünschte Raumlufttemperatur vorgewählt. Eine Veränderung der Raumtemperatur durch Sonneneinstrahlungen oder sonstige Wärmequellen wird vom Thermostat erfasst und es verschließt selbständig das Ventil, um den Heizwasserdurchfluss zu verringern und somit den Raum nicht noch weiter aufzuheizen. Bei sinkender Raumtemperatur wird das Ventil wieder geöffnet, um den Heizwasserdurchfluss zu erhöhen.

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